Private Diktiersoftware: Audio und Text auf dem Mac verarbeiten
Wenn dein Diktat den Mac nicht zur Verarbeitung verlassen soll, brauchst du lokale Spracherkennung. Lässt du den erkannten Text danach automatisch umformulieren, muss auch dieser Schritt lokal laufen oder ausgeschaltet sein. Hier erfährst du, was Apple dafür anzeigt und wie du Paraspeech für lokale Diktate einstellst.
Von Paraspeech · Zuletzt geprüft am
Was zeigt die Mac-Diktierfunktion an?
Öffne Systemeinstellungen → Tastatur → Diktat. Unter der aktivierten Diktierfunktion steht, ob allgemeine Textdiktate mit deinen Einstellungen auf dem Gerät verarbeitet werden. Dieser Hinweis gilt etwa für Nachrichten und Notizen; für Diktate in Suchfeldern können andere Regeln gelten. Apple erklärt den Hinweis hier.
Die Option „Siri & Diktierfunktion verbessern“ ist davon getrennt. Mit ihr erlaubst du Apple, Audioaufnahmen zur Verbesserung zu speichern und auszuwerten. Du findest sie unter Datenschutz & Sicherheit → Analyse & Verbesserungen. Mehr dazu steht in Apples Erklärung zur Verbesserungsoption.
Paraspeech für lokale Diktate einrichten
Wir entwickeln Paraspeech. Die Mac-App lässt dich das Sprachmodell und die optionale Textüberarbeitung getrennt wählen. Für lokale Spracherkennung brauchst du einen unterstützten Mac mit Apple Silicon und ein heruntergeladenes Sprachmodell. Die App läuft ab macOS 14; einzelne Modelle haben zusätzliche Anforderungen. Auf Intel-Macs nutzt Paraspeech Cloud-Modelle im Abo.
So bereitest du ein lokales Diktat vor:
- Lade ein für deinen Mac geeignetes lokales Sprachmodell herunter. Dafür brauchst du zunächst eine Internetverbindung.
- Schalte die Textüberarbeitung aus, wenn du sie nicht benötigst. Alternativ wählst du in der direkt heruntergeladenen Mac-App ein verfügbares lokales Überarbeitungsmodell und lädst es vollständig herunter.
- Aktiviere Privacy Mode, wenn Cloud-Spracherkennung und Cloud-Überarbeitung für deine Diktate blockiert sein sollen.
Ohne diese Cloud-Sperre kann Paraspeech bei bestehendem Cloud-Zugang online auf Cloud-Verarbeitung ausweichen, wenn das lokale Modell nicht bereit ist. Ein ausgewähltes lokales Modell allein verhindert das nicht. Die Dokumentation auf Englisch beschreibt Privacy Mode und die Modelleinstellungen.
Was passiert mit dem Diktatverlauf?
Privacy Mode löscht den vorhandenen Diktatverlauf samt Aufnahmen und speichert keine neuen Diktate im Verlauf. Sichere deshalb vorher Einträge, die du behalten möchtest.
Text, den du schon in Word eingefügt, in einer Notiz gespeichert oder als Nachricht versendet hast, bleibt dort bestehen. Auch die Synchronisierung deiner Schreib-App läuft unabhängig von Paraspeech. Für einen vertraulichen Entwurf kommt es also ebenso darauf an, wo du den Text anschließend ablegst.
Gilt das auch für Besprechungen?
Nein. Privacy Mode betrifft Diktate. Meeting Mode hat ein separates Archiv für Besprechungsaufnahmen und versucht nach dem Stoppen automatisch, eine Zusammenfassung in der Cloud zu erstellen. Dafür wird Transkripttext übertragen. Das Meeting-Archiv wird durch Privacy Mode nicht gelöscht.
Wenn du eine Besprechung vollständig ohne Cloud-Verarbeitung bearbeiten möchtest, solltest du diesen Unterschied vor der Aufnahme berücksichtigen. Eine lokale Spracherkennung macht die spätere Meeting-Zusammenfassung nicht lokal.
Ein kurzes Diktat ohne Verbindung ausprobieren
Sobald die Modelle fertig heruntergeladen sind, kannst du die Verbindung kurz trennen und einen unverfänglichen Satz diktieren. So siehst du, ob deine gewählten lokalen Modelle bereit sind und ob der Text in deiner Schreib-App ankommt. Falls ein Feld kein direktes Einfügen unterstützt, kopierst du das Ergebnis selbst.
Du kannst anschließend wieder online gehen. Privacy Mode hält die Cloud-Sperre für Diktate auch dann aufrecht. Andere Funktionen wie Updates, Konto und Kauf bleiben davon getrennt.