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Diktieren für Autoren: Vom Gedanken zum ersten Entwurf

Du kannst einen Artikel, eine Szene oder einen Newsletter direkt in dein Schreibprogramm diktieren. Auf dem Mac reicht dafür zunächst Apples eingebaute Diktierfunktion. Sprich einen Abschnitt am Stück und überarbeite ihn danach, statt jeden Satz schon beim Sprechen druckreif formulieren zu wollen.

Von Paraspeech · Zuletzt geprüft am

Diktiere dort, wo du auch schreibst

Öffne dein Dokument und setze den Cursor in den Text. Aktiviere bei Bedarf die Diktierfunktion unter Systemeinstellungen → Tastatur → Diktat und nutze das dort eingestellte Kürzel. Wie das geht, zeigt die Mac-Diktieranleitung.

In Word kannst du außerdem Start → Diktieren verwenden, wenn dein Microsoft-365-Konto die Funktion unterstützt. Microsofts Diktat benötigt eine Internetverbindung. Die Word-Anleitung erklärt den Unterschied zu Apples Diktierfunktion.

Wenn du in Google Docs schreibst, ist dessen Spracheingabe ein weiterer Einstieg. Die Google-Hilfe beschreibt die unterstützten Browser und Sprachen.

Erst den Gedanken festhalten, dann am Satz feilen

Notiere dir vor dem Diktieren ein paar Stichpunkte. Für einen Newsletter könnten das die Kernaussage, ein Beispiel und der Übergang zum nächsten Abschnitt sein. Bei einer Szene helfen Figuren, Ort und die Frage, was am Ende anders sein soll.

Sprich daraus einen überschaubaren Abschnitt. Wenn du fertig bist, beende das Diktat und lies ihn wie einen ersten schriftlichen Entwurf. Streiche Wiederholungen, verschiebe Sätze und ergänze, was beim freien Sprechen fehlt.

Zitate, Quellenangaben und genaue Zahlen setzt du am besten anschließend aus deinen Unterlagen ein. Du kannst beim Sprechen einen Platzhalter lassen, etwa „hier das Originalzitat ergänzen“. So unterbricht die Suche nach einer Fundstelle nicht jeden Gedankengang.

Achte darauf, dass deine Aussage erhalten bleibt

Nehmen wir diesen Beispielsatz:

Lena liefert den Entwurf am Freitag, aber nur, wenn die Freigabe bis Montag vorliegt.

Ohne „nur, wenn“ wird aus einer Bedingung eine feste Zusage. Solche kleinen Wörter verdienen beim Lesen mehr Aufmerksamkeit als ein fehlendes Komma. Dasselbe gilt für Namen und Termine.

Bei literarischen Texten kommt die Stimme deiner Figuren hinzu. Eine automatische Überarbeitung kann einen holprigen Satz glätten, aber auch eine beabsichtigte Wiederholung oder einen umgangssprachlichen Ausdruck verändern. Bewahre den ursprünglichen Entwurf auf, bevor du ihn überarbeiten lässt. Dann kannst du Formulierungen zurückholen, die du behalten möchtest.

Wann eine eigene Diktier-App hilft

Wenn du regelmäßig zwischen Manuskript, Recherche-Notizen und E-Mails wechselst, kann ein gemeinsames Diktierkürzel praktisch sein. Mit unserer Mac-App Paraspeech geht das per Tastenkürzel. Du hältst das Aufnahmekürzel gedrückt, sprichst und lässt es los. Mit Bedienungshilfen-Zugriff kann die App den Text in unterstützte bearbeitbare Felder einsetzen. Falls ein Feld das nicht annimmt, nutzt du Kopieren und Einfügen.

Paraspeech bietet optionale Textüberarbeitung und lokale oder cloudbasierte Spracherkennung. Die App läuft ab macOS 14. Lokale Sprachmodelle brauchen einen unterstützten Mac mit Apple Silicon und müssen zuerst heruntergeladen werden. Auf Intel-Macs nutzt du Cloud-Modelle im Abo.

Für unveröffentlichte Manuskripte kann auch der Verarbeitungsort wichtig sein. Unter privater Diktiersoftware erfährst du, wie du Sprache und Überarbeitung lokal hältst und was Privacy Mode bei Diktaten ändert.

Englische Version lesen

Sprich deinen ersten Entwurf.

Diktiere mit einem Kürzel und entscheide selbst, ob dein Text überarbeitet wird.

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